Bevor Sie auch nur ein Wort in Ihren Lebenslauf tippen, treffen Sie eine Entscheidung, die den gesamten Ersteindruck bestimmt: die Wahl der Schriftart. In zehn Jahren als Personalberaterin im DACH-Raum habe ich erlebt, wie diese vermeintlich kleine Designfrage über Einladungen und Absagen mitentscheidet. Der Recruiter, der Ihren tabellarischen Lebenslauf zum ersten Mal sieht, nimmt die Schriftart nicht bewusst wahr — aber sein Gehirn ordnet sie in Sekundenbruchteilen ein: seriös oder verspielt, modern oder veraltet, sorgfältig oder nachlässig.
2026 hat sich die Bewerbungslandschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter professionalisiert. ATS-Systeme wie Personio, SAP SuccessFactors und Softgarden parsen Ihre Schriftart mit, und manche Fonts verursachen dabei Fehler. Gleichzeitig erwarten menschliche Recruiter eine Typografie, die Lesbarkeit mit Persönlichkeit verbindet — ohne aufdringlich zu wirken.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Schriftarten Lebenslauf-Profis 2026 empfehlen, welche Schriftgrößen für welche Bereiche gelten, wie Sie ATS-Kompatibilität sicherstellen und welche Fonts Sie unter allen Umständen vermeiden sollten. Ergänzend empfehle ich unseren umfassenden Leitfaden zum Lebenslauf schreiben — dort finden Sie alles von der Rubrikreihenfolge bis zur optimalen Formulierung.
Warum die Schriftart Ihres Lebenslaufs ein unsichtbares Signal ist
Typografie ist stille Kommunikation. Studien der Princeton University zeigen, dass Leser die Glaubwürdigkeit eines Texts unbewusst anhand der Schriftart bewerten — noch bevor sie den Inhalt verarbeiten. Für Ihren Lebenslauf bedeutet das: Die falsche Schriftart kann Kompetenz untergraben, die richtige kann sie verstärken 🔍
Im DACH-Raum, wo der tabellarische Lebenslauf mit Bewerbungsfoto nach wie vor Standard ist, spielt Typografie eine besondere Rolle. Ihr Lebenslauf steht in direkter Konkurrenz zu Dutzenden anderen Bewerbungen auf dem Schreibtisch oder im ATS-System des Personalers. Die Schriftart ist das erste visuelle Element, das die Leseerfahrung prägt — sie bestimmt, ob der Recruiter Ihren Lebenslauf als professionell und einladend oder als anstrengend und unprofessionell empfindet.
Dabei geht es nicht um Schönheit, sondern um Funktion. Eine gute Lebenslauf-Schriftart erfüllt drei Kriterien gleichzeitig:
- Lesbarkeit: Sie lässt sich in kleinen Schriftgrößen (10–12 pt) auf Bildschirm und Papier mühelos erfassen
- Professionalität: Sie signalisiert Seriosität, ohne langweilig zu wirken
- ATS-Kompatibilität: Sie wird von Bewerbermanagementsystemen korrekt erkannt und geparst
Ein häufiger Irrtum: Viele Bewerber glauben, die Schriftart sei reine Geschmackssache. Das stimmt nicht. In meiner Beratungspraxis habe ich Lebensläufe gesehen, die inhaltlich hervorragend waren, aber durch eine falsche Font-Wahl beim Recruiter durchgefallen sind — weil die Schrift zu klein, zu verschnörkelt oder schlicht unleserlich war. Die Schriftart ist kein Dekorationselement. Sie ist ein strategisches Werkzeug 📝
Die 5 zeitlosen Klassiker fuer den Lebenslauf
Diese fünf Schriftarten haben sich über Jahre hinweg im deutschsprachigen Bewerbungsmarkt bewährt. Sie sind auf jedem Rechner vorinstalliert, werden von allen ATS-Systemen erkannt und hinterlassen bei Personalern einen professionellen Eindruck.
1. Calibri
Calibri ist seit 2007 die Standard-Schriftart von Microsoft Office und damit die Schrift, die Recruiter am häufigsten sehen. Sie ist modern, serifenlos und hervorragend lesbar — sowohl auf dem Bildschirm als auch im Ausdruck. Calibri wirkt professionell, aber nicht steril. In 11 pt ist sie ideal für den Fließtext, in 14–16 pt für Überschriften 📋
Vorteil: Universell verfügbar, ATS-sicher, hervorragende Lesbarkeit.
Nachteil: Sehr verbreitet — Ihr Lebenslauf hebt sich optisch nicht von der Masse ab.
2. Arial
Arial ist die serifenlose Standardschrift schlechthin. Sie ist klar, neutral und funktional — perfekt für konservative Branchen wie Finanzen, Recht und öffentlicher Dienst. Arial wird von jedem Betriebssystem und jedem ATS-System problemlos verarbeitet.
Vorteil: Maximale Kompatibilität, klares Schriftbild.
Nachteil: Wirkt für manche Personaler etwas austauschbar und nüchtern.
3. Helvetica
Helvetica gilt in der Designwelt als Ikone der serifenlosen Typografie. Sie wirkt eleganter und feiner als Arial, bei ähnlicher Struktur. Auf macOS ist sie vorinstalliert, unter Windows wird sie durch Arial Neue oder Arial ersetzt — prüfen Sie vor dem Versand, wie Ihr Lebenslauf auf beiden Systemen aussieht.
Vorteil: Designorientiert und professionell, ideal für kreativere Bewerbungen.
Nachteil: Nicht auf allen Windows-Rechnern nativ vorhanden.
4. Garamond
Garamond ist eine klassische Serifenschrift mit langer Tradition. Sie wirkt elegant, zeitlos und kultiviert — ideal für Bewerbungen in akademischen, juristischen und gehobenen Unternehmensumgebungen. Garamond läuft etwas schmaler als andere Serifenschriften, wodurch mehr Text auf eine Seite passt.
Vorteil: Elegant und platzsparend, signalisiert Bildung und Sorgfalt.
Nachteil: In kleinen Größen (unter 10,5 pt) auf Bildschirmen schwerer lesbar.
5. Cambria
Cambria wurde speziell für die Bildschirmdarstellung entwickelt und ist die Serifenschrift aus dem Microsoft-Ökosystem. Sie verbindet die Seriosität einer Serifenschrift mit hervorragender Bildschirmlesbarkeit. Für Bewerber, die den klassischen Look einer Serifenschrift bevorzugen, ist Cambria eine sichere Wahl.
Vorteil: Für Bildschirme optimiert, ATS-sicher, gute Lesbarkeit.
Nachteil: Weniger bekannt als Garamond, wirkt auf manche etwas schwerfällig.
Vergleich zwischen Serif- und Sans-Serif-Schriftarten fuer einen Lebenslauf
Moderne Schriftarten, die 2026 ueberzeugen
Neben den Klassikern haben sich in den letzten Jahren mehrere moderne Schriftarten etabliert, die Frische und Professionalität vereinen. Diese Fonts stammen überwiegend aus dem Google-Fonts-Universum und sind frei verfügbar — allerdings müssen Sie sicherstellen, dass sie in Ihr PDF eingebettet werden, damit sie beim Empfänger korrekt dargestellt werden 🚀
Inter
Inter wurde speziell für Bildschirmoberflächen entwickelt und ist die Hausschrift vieler Tech-Unternehmen. Sie bietet ausgezeichnete Lesbarkeit auch in kleinen Größen und wirkt zeitgemäß, ohne modisch zu sein. Ideal für Bewerbungen in der Tech-Branche, bei Start-ups und in digitalen Agenturen.
Montserrat
Montserrat ist eine geometrische Sans-Serif mit urbanem Charakter. Sie eignet sich besonders für Überschriften und Profiltitel und verleiht dem Lebenslauf ein markantes, modernes Erscheinungsbild. Im Fließtext funktioniert sie ab 10,5 pt gut.
Lato
Lato verbindet Wärme mit Stabilität. Die Schrift wirkt einladend und freundlich, ohne unprofessionell zu sein. Sie eignet sich hervorragend für Bewerber, die einen zugänglichen, menschlichen Eindruck hinterlassen möchten — etwa in sozialen Berufen, im Bildungsbereich oder im Gesundheitswesen.
Rubik
Rubik ist eine leicht abgerundete Sans-Serif, die modern und sympathisch wirkt. Sie eignet sich gut für kreative Berufe und Bewerbungen, in denen Persönlichkeit erwünscht ist. Rubik lässt sich hervorragend mit einer klassischen Serifenschrift als Zweitschrift kombinieren.
Wichtig: Wenn Sie eine dieser modernen Schriftarten verwenden, exportieren Sie Ihren Lebenslauf als PDF mit eingebetteten Schriften. Unser KI-Lebenslauf-Ersteller bettet Schriften automatisch ein und stellt ATS-Kompatibilität sicher ✨
Welche Schriftgroesse fuer welchen Bereich?
Die Schriftgröße ist mindestens ebenso wichtig wie die Schriftart selbst. Zu klein, und der Recruiter muss angestrengt lesen. Zu groß, und der Lebenslauf wirkt kindlich oder aufgebläht. Die folgenden Richtwerte haben sich in meiner Beratungspraxis als optimal erwiesen 📐
Empfohlene Schriftgroessen im Ueberblick
- Name und Kontaktdaten: 20–24 pt — Ihr Name sollte das größte Textelement auf der Seite sein
- Rubrikenüberschriften (H2): 14–16 pt — deutlich größer als der Fließtext, aber kleiner als der Name
- Zwischenüberschriften (H3): 12–13 pt — leicht hervorgehoben, z. B. durch Fettschrift
- Fließtext und Aufzählungen: 10–12 pt — die Kernbereiche wie Berufserfahrung, Ausbildung, Kompetenzen
- Datumsangaben und Nebeninformationen: 9–10 pt — dezent, aber noch lesbar
Warum der Zeilenabstand entscheidend ist
Ein Zeilenabstand von 1,15 bis 1,3 sorgt für Luft zwischen den Zeilen und erleichtert das Scannen. Ein zu enger Zeilenabstand (1,0) lässt den Text gequetscht wirken, ein zu weiter (1,5 oder mehr) verschwendet Platz — kritisch, wenn Sie Ihren Lebenslauf auf eine Seite bringen möchten.
Mein Praxis-Tipp: Drucken Sie Ihren Lebenslauf testweise aus und halten Sie ihn auf Armlänge. Wenn Sie den Fließtext nicht mühelos lesen können, ist die Schrift zu klein. Wenn die Seite halb leer wirkt, ist sie zu groß. Der Lebenslauf sollte wie eine gut gestaltete Zeitschriftenseite wirken: strukturiert, luftig und einladend zum Lesen 💡
So pruefen Sie die ATS-Kompatibilitaet Ihrer Schriftart
Über 78 % der größeren Unternehmen in Deutschland setzen Applicant-Tracking-Systeme ein. Wenn Ihre Schriftart nicht ATS-kompatibel ist, kann es passieren, dass Ihr Lebenslauf falsch geparst, unleserlich dargestellt oder schlichtweg nicht erkannt wird — unabhängig davon, wie qualifiziert Sie sind 🔒
Was ATS-kompatibel bedeutet
Ein ATS-System liest Ihren Lebenslauf nicht wie ein Mensch. Es extrahiert Text, identifiziert Rubriken und ordnet Informationen in Datenbankfelder zu. Damit das funktioniert, muss Ihre Schriftart folgende Bedingungen erfüllen:
- Die Schrift muss als Text erkennbar sein — nicht als Grafik oder eingebettetes Bild
- Sonderzeichen und Umlaute (ä, ö, ü, ß) müssen korrekt kodiert sein
- Die Schrift darf keine proprietären Ligaturen verwenden, die vom Parser als Fehler interpretiert werden
- Die Schrift sollte in gängigen PDF-Readern und Office-Programmen verfügbar oder eingebettet sein
Sichere ATS-Schriftarten
Die folgenden Schriftarten gelten als uneingeschränkt ATS-sicher, weil sie auf allen Betriebssystemen verfügbar sind und von allen gängigen ATS-Systemen korrekt gelesen werden:
- Calibri, Arial, Helvetica, Verdana, Tahoma (serifenlos)
- Cambria, Garamond, Georgia, Times New Roman (Serifen)
- Google Fonts wie Inter, Lato, Montserrat, Rubik — sofern als PDF mit eingebetteten Schriften exportiert
So testen Sie die ATS-Kompatibilitaet
- Text kopieren: Öffnen Sie Ihr PDF, markieren Sie den gesamten Text und kopieren Sie ihn in ein leeres Textdokument. Ist der Text vollständig und korrekt lesbar? Wenn ja, kann ein ATS-System ihn ebenfalls lesen.
- Umlaute prüfen: Suchen Sie gezielt nach ä, ö, ü und ß. Wenn diese Zeichen als Fragezeichen, Kästchen oder Sonderzeichen erscheinen, liegt ein Kodierungsproblem vor.
- Auf verschiedenen Geräten öffnen: Testen Sie Ihr PDF auf mindestens einem Windows-Rechner, einem Mac und einem Smartphone. Sieht die Schrift überall gleich aus?
- Online-ATS-Check: Laden Sie Ihren Lebenslauf testweise in ein kostenloses ATS-Simulationstool hoch und prüfen Sie, ob alle Rubriken korrekt erkannt werden.
Detaillierte Tipps zu ATS-optimierten Lebenslauf-Strukturen finden Sie in unserem Ratgeber zu den besten Lebenslauf-Formaten.
Diese Schriftarten gehoeren nicht in den Lebenslauf
Es gibt Schriftarten, die in einer professionellen Bewerbung nichts verloren haben — unabhängig von Branche, Position oder persönlichem Geschmack. Die folgenden Fonts sollten Sie unter allen Umständen vermeiden 🚫
Comic Sans
Comic Sans ist die meistbelächelte Schriftart der Welt — und trotzdem taucht sie gelegentlich in Lebensläufen auf. Sie wurde für Kinder-Software entwickelt und signalisiert in einer Bewerbung genau das: Kindlichkeit und fehlende Ernsthaftigkeit. Kein Recruiter im DACH-Raum wird einen Lebenslauf in Comic Sans ernst nehmen.
Dekorative und Handschrift-Fonts
Brush Script, Papyrus, Lobster, Pacifico und andere dekorative Schriftarten wirken in Überschriften auf einer Hochzeitseinladung charmant, im Lebenslauf aber unprofessionell. ATS-Systeme haben zudem Schwierigkeiten, diese Fonts korrekt zu parsen.
Times New Roman — der umstrittene Fall
Times New Roman ist nicht per se falsch, aber sie wirkt 2026 veraltet. Sie war die Standard-Schrift von Microsoft Word bis 2007 und signalisiert für viele Recruiter, dass der Bewerber die Standard-Einstellungen nicht angepasst hat — also keine Mühe investiert hat. Wenn Sie eine Serifenschrift möchten, greifen Sie zu Garamond oder Cambria statt zu Times New Roman.
Weitere Bewerbungsfehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten, finden Sie in unserem Beitrag zu den 10 häufigsten Fehlern im Lebenslauf.
Eine oder zwei Schriftarten? Die Kunst der Kombination
Die Frage, ob Sie eine oder zwei Schriftarten verwenden sollten, lässt sich klar beantworten: Maximal zwei. Eine Schrift für den Fließtext und optional eine zweite für Überschriften und Ihren Namen. Mehr als zwei Schriftarten im Lebenslauf wirken unruhig und unprofessionell 🎨
Option 1: Eine einzige Schriftart
Die einfachste und sicherste Lösung. Sie verwenden eine Schrift in verschiedenen Varianten: normal für den Fließtext, fett für Überschriften und Hervorhebungen, kursiv für Nebeninformationen. Diese Methode funktioniert mit jeder der genannten Klassiker- oder Modernen-Schriftarten und vermeidet typografische Konflikte.
Option 2: Zwei Schriftarten gezielt kombinieren
Wenn Sie visuell mehr Akzent setzen möchten, können Sie eine serifenlose Schrift für Überschriften mit einer Serifenschrift für den Fließtext kombinieren — oder umgekehrt. Bewährte Kombinationen sind:
- Montserrat + Garamond: modern trifft klassisch — ideal für Fach- und Führungskräfte
- Inter + Cambria: digital trifft traditionell — gut für Tech-Bewerber im konservativen Umfeld
- Calibri + Georgia: neutral trifft elegant — sicherer Allrounder für jede Branche
- Rubik + Lato: kreativ trifft zugänglich — passend für Design, Marketing und Medien
Wichtig: Die beiden Schriftarten sollten sich erkennbar unterscheiden, aber harmonisch zusammenwirken. Zwei sehr ähnliche serifenlose Schriften nebeneinander (z. B. Arial und Helvetica) erzeugen einen irritierenden Eindruck, weil der Leser den Unterschied spürt, aber nicht einordnen kann.
Die beste Schriftart nach Branche
Die optimale Schriftwahl hängt nicht nur von persönlichen Vorlieben ab, sondern auch von der Branche, in der Sie sich bewerben. Jede Branche hat ihre eigene visuelle Sprache — und Ihre Typografie sollte dazu passen 🏢
Konservative Branchen
Banken, Versicherungen, Kanzleien, Wirtschaftsprüfung, öffentlicher Dienst: Hier zählt Seriosität über allem. Empfehlung: Calibri, Arial oder Garamond in klassischem Schwarz auf Weiß, keine farbigen Akzente. Der antichronologische Lebenslauf im tabellarischen Format ist hier die sicherste Wahl.
Tech und IT
Software-Entwicklung, Data Science, IT-Beratung, Produktmanagement: Diese Branchen schätzen Klarheit und Modernität. Empfehlung: Inter, Calibri oder Montserrat. Ein sauberes, reduziertes Layout mit einer modernen Sans-Serif signalisiert: Ich bin technisch versiert und detailorientiert.
Kreative Berufe
Design, Marketing, Medien, Architektur, Werbung: Hier darf Ihr Lebenslauf mehr Persönlichkeit zeigen. Empfehlung: Montserrat, Rubik oder eine gut gewählte Kombination. Ein dezenter Farbakzent und eine typografisch durchdachte Gestaltung zeigen gestalterisches Gespür — übertreiben Sie es aber nicht.
Soziale Berufe und Bildung
Pflege, Sozialarbeit, Erziehung, Lehre: Zugänglichkeit und Menschlichkeit stehen im Vordergrund. Empfehlung: Lato, Calibri oder Cambria. Eine freundliche, warme Schrift, die Vertrauen weckt.
Ingenieurwesen und Industrie
Maschinenbau, Elektrotechnik, Automobilindustrie, Produktion: Funktionalität und Präzision sind die Schlüsselwerte. Empfehlung: Arial, Calibri oder Helvetica. Klare Linien, keine Spielereien — der Lebenslauf sollte die Ingenieurtugenden widerspiegeln.
Lebenslauf und Anschreiben: gleiche Schriftart?
Ja — und das ist keine Empfehlung, sondern eine klare Regel. Lebenslauf, Anschreiben und gegebenenfalls Deckblatt sollten dieselbe Schriftart verwenden. Warum? Weil Ihre Bewerbungsunterlagen als Einheit wirken müssen. Ein Lebenslauf in Calibri und ein Anschreiben in Garamond erzeugen einen visuellen Bruch, der Nachlässigkeit signalisiert 📩
Das gilt auch für Schriftgrößen, Farben und die Grundstruktur des Layouts. Wenn Ihr Lebenslauf einen blauen Akzent hat, sollte Ihr Anschreiben denselben Blauton verwenden. Wenn Ihr Lebenslauf Rubrikenüberschriften in 14 pt Fettschrift setzt, sollte Ihr Anschreiben die Betreffzeile in derselben Größe und Gewichtung formatieren.
Diese Konsistenz ist kein Perfektionismus — sie zeigt dem Recruiter, dass Sie ein Auge für Details haben und Ihre Bewerbung als durchdachtes Gesamtpaket betrachten. Prüfen Sie alle Unterlagen mit unserer Lebenslauf-Checkliste, bevor Sie sie abschicken.
So testen Sie Ihre Schriftwahl vor der Bewerbung
Bevor Sie Ihre Bewerbung absenden, sollten Sie Ihre Schriftwahl einem Praxistest unterziehen. Dieser Test kostet zehn Minuten und kann den Unterschied zwischen Einladung und Absage machen 🧪
Der 5-Punkte-Schrifttest
- Bildschirmtest: Öffnen Sie Ihr PDF auf einem Laptop und einem Smartphone. Ist der Fließtext bei normaler Vergrößerung mühelos lesbar? Sind Überschriften klar erkennbar?
- Drucktest: Drucken Sie den Lebenslauf auf normalem Büropapier. Manche Schriftarten sehen auf dem Bildschirm scharf aus, wirken im Druck aber dünn oder verwaschen — insbesondere Light-Varianten.
- Abstandstest: Halten Sie den Ausdruck auf Armlänge. Können Sie die Rubrikenüberschriften sofort erkennen? Sind die Abschnitte klar voneinander getrennt?
- ATS-Test: Kopieren Sie den gesamten Text aus dem PDF in ein leeres Textdokument. Sind alle Zeichen korrekt, einschließlich Umlaute und Sonderzeichen?
- Fremdblick: Zeigen Sie den Lebenslauf einer Vertrauensperson — idealerweise jemandem aus der Zielbranche. Fragen Sie gezielt: Wirkt die Schrift professionell? Ist alles gut lesbar?
Wenn einer dieser Tests Schwächen offenbart, passen Sie die Schriftart oder Schriftgröße an, bevor Sie Ihre Bewerbung abschicken. Konkrete Vorlagen und Beispiele für verschiedene Berufsfelder finden Sie in unserer Sammlung von Lebenslauf-Beispielen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Die Schriftart Ihres Lebenslaufs ist kein kosmetisches Detail — sie ist ein unsichtbares Signal an den Recruiter. Hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
- Sichere Klassiker: Calibri, Arial, Helvetica, Garamond, Cambria — funktionieren in jeder Branche
- Moderne Alternativen: Inter, Montserrat, Lato, Rubik — frisch und professionell, PDF-Einbettung beachten
- Schriftgröße: 10–12 pt Fließtext, 14–16 pt Überschriften, 20–24 pt Name
- Maximal zwei Schriftarten — eine für den Fließtext, optional eine zweite für Überschriften
- ATS-Kompatibilität prüfen: Text aus PDF kopieren, Umlaute kontrollieren, auf verschiedenen Geräten testen
- Konsistenz: Lebenslauf, Anschreiben und Deckblatt in derselben Schriftart
- Vermeiden: Comic Sans, dekorative Fonts, Handschrift-Schriften, Times New Roman
Die richtige Schriftart allein bringt Ihnen keinen Job — aber die falsche kann dafür sorgen, dass Ihre Qualifikationen gar nicht erst wahrgenommen werden. Investieren Sie die Zeit, eine bewusste Wahl zu treffen. Ihr Lebenslauf verdient es ✅
Haeufig gestellte Fragen zur Schriftart im Lebenslauf
Welche Schriftart ist die beste fuer einen Lebenslauf 2026?
Calibri ist 2026 die sicherste Wahl für den deutschsprachigen Raum. Sie ist universell verfügbar, ATS-kompatibel und wird von Personalern als professionell wahrgenommen. Wer einen moderneren Auftritt wünscht, greift zu Inter oder Montserrat. Für klassische Branchen eignen sich Garamond oder Cambria als Serifenalternativen.
Welche Schriftgroesse sollte ich im Lebenslauf verwenden?
Für den Fließtext (Berufserfahrung, Ausbildung, Kompetenzen) sind 10 bis 12 pt ideal. Rubrikenüberschriften sollten 14 bis 16 pt groß sein, Ihr Name 20 bis 24 pt. Der Zeilenabstand liegt optimal zwischen 1,15 und 1,3. Diese Werte gelten für die meisten gängigen Schriftarten — testen Sie die Lesbarkeit immer auf dem Bildschirm und im Ausdruck.
Darf ich eine kreative Schriftart im Lebenslauf nutzen?
In kreativen Berufen (Design, Marketing, Werbung, Medien) können Sie eine dezent kreative Schriftart wie Montserrat oder Rubik verwenden. Vermeiden Sie jedoch dekorative Fonts, Handschrift-Schriften und alles, was die Lesbarkeit beeinträchtigt. In konservativen Branchen wie Finanzen, Recht oder öffentlicher Dienst bleiben Sie bei den Klassikern.
Sind Serifen- oder serifenlose Schriften besser fuer den Lebenslauf?
Beide Kategorien funktionieren gut — die Entscheidung hängt vom Gesamteindruck ab. Serifenlose Schriften (Calibri, Arial, Inter) wirken modern und klar, ideal für Bildschirmansicht. Serifenschriften (Garamond, Cambria, Georgia) wirken klassisch und elegant, besonders im Ausdruck. 2026 tendiert der Trend im DACH-Raum leicht zu serifenlosen Schriften, aber eine hochwertige Serifenschrift ist keineswegs falsch.
Wie erkenne ich, ob meine Schriftart ATS-kompatibel ist?
Der einfachste Test: Öffnen Sie Ihr fertiges PDF, markieren Sie den gesamten Text und kopieren Sie ihn in ein leeres Textdokument. Wenn alle Zeichen — einschließlich Umlaute, Sonderzeichen und Formatierungen — korrekt übertragen werden, ist Ihre Schriftart ATS-kompatibel. Alle in diesem Artikel genannten Schriftarten sind ATS-sicher, sofern Sie als Text-PDF (nicht als gescanntes Bild) exportieren.
Wie viele Schriftarten sollte ich im Lebenslauf verwenden?
Maximal zwei. Eine Schriftart für den Fließtext und optional eine zweite für Überschriften und Ihren Namen. Eine einzige Schriftart in verschiedenen Varianten (normal, fett, kursiv) ist die sicherste Lösung. Drei oder mehr Schriftarten wirken unruhig und unprofessionell — sie lenken von Ihren Qualifikationen ab.
Ist Calibri 2026 noch eine gute Wahl fuer den Lebenslauf?
Ja, Calibri ist 2026 nach wie vor eine hervorragende Wahl. Sie ist die meistverbreitete Schriftart im deutschsprachigen Bewerbungsmarkt, wird von allen ATS-Systemen korrekt gelesen und wirkt professionell. Der einzige Nachteil: Da viele Bewerber Calibri verwenden, hebt sich Ihr Lebenslauf typografisch nicht von der Masse ab. Wenn Ihnen das wichtig ist, wählen Sie Inter oder Montserrat als moderne Alternative.
Welche Schriftart passt zu kreativen Berufen?
Für kreative Berufe empfehle ich Montserrat, Rubik oder eine gezielte Kombination aus einer modernen Sans-Serif für Überschriften und einer klassischen Serifenschrift für den Fließtext. Wichtig: Auch in kreativen Branchen muss Ihr Lebenslauf lesbar und ATS-kompatibel bleiben. Ihre gestalterische Kompetenz zeigen Sie besser im Portfolio als in einer unleserlichen Schrift.
— Franziska Brenner, Personalberaterin
Empfohlene Schriftgroessen-Hierarchie fuer einen Lebenslauf
Richtige und falsche Schriftarten im Lebenslauf








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