Ich werde direkt mit Ihnen sein. „Teamfähig, motiviert, belastbar" — das lese ich hundertmal am Tag.
Und es sagt mir nichts. Absolut nichts. Weil jeder es schreibt. Weil niemand es beweist. Weil es Wörter sind, die Platz füllen, ohne Inhalt zu liefern 😏
Die richtigen Formulierungen sind entscheidend für einen überzeugenden Lebenslauf. Diese Anleitung zeigt Ihnen, welche Wörter wirklich überzeugen — und welche ich überlese.
Wörter, Die Ich Ignoriere
Lassen Sie mich das klarstellen: Bestimmte Wörter sind so abgenutzt, dass mein Gehirn sie automatisch überspringt.
Die Floskeln-Liste
Diese Begriffe stehen in fast jedem Lebenslauf:
- Teamfähig
- Motiviert / hochmotiviert
- Belastbar
- Kreativ
- Kommunikationsstark
- Flexibel
- Zielstrebig
- Engagiert
- Dynamisch
- Erfahren 💡
Das Problem? Jeder schreibt das. Und niemand beweist es.
Warum Das Nicht Funktioniert
Wenn ich lese „Ich bin teamfähig", frage ich mich: Beweisen Sie es. Zeigen Sie mir ein Team, das Sie geleitet haben. Zeigen Sie mir ein Projekt, das Sie koordiniert haben.
Wenn ich lese „Ich bin motiviert", frage ich mich: Wofür? Und woher weiß ich das?
Diese Wörter sind Behauptungen ohne Beleg. Sie verbrauchen Platz, ohne Information zu liefern 😊
Das Passiv-Problem
Noch schlimmer: Passive Formulierungen.
- Schlecht:* „War zuständig für..."
- Schlecht:* „Wurde eingesetzt für..."
- Schlecht:* „War verantwortlich für..."
Diese Formulierungen klingen, als wären Sie passiv dabei gewesen. Als hätten Sie Dinge erledigt, die Ihnen aufgetragen wurden — ohne eigene Initiative.
Power-Wörter, Die Funktionieren
Was will ich stattdessen lesen? Aktionsverben mit Ergebnissen.
Das Prinzip
Ein gutes Wort im Lebenslauf erfüllt drei Kriterien:
- Aktiv — Es beschreibt eine Handlung, nicht eine Eigenschaft
- Spezifisch — Es zeigt konkret, was Sie getan haben
- Messbar — Es liefert ein Ergebnis, wenn möglich mit Zahlen 🚀
Aktionsverben Nach Kategorie
- Führung:*
- Leitete
- Koordinierte
- Führte
- Delegierte
- Mentorte
- Ergebnisse:*
- Steigerte
- Reduzierte
- Verbesserte
- Erhöhte
- Optimierte
- Analyse:*
- Analysierte
- Identifizierte
- Evaluierte
- Entwickelte
- Implementierte
- Kommunikation:*
- Präsentierte
- Verhandelte
- Moderierte
- Schulte
- Überzeugte 💡
Die Transformation
So verwandeln Sie schwache Wörter in starke:
| Floskel | Power-Formulierung ||---------|-------------------|| Teamfähig | Leitete 6-köpfiges Projektteam, Deadline 2 Wochen unterschritten || Kommunikationsstark | Moderierte wöchentliche Stakeholder-Meetings mit 15 Teilnehmern || Belastbar | Betreute 5 parallele Projekte, alle termingerecht abgeschlossen || Kreativ | Entwickelte neue Marketingstrategie, Conversion +40% || Motiviert | Initiierte Prozessoptimierung, Zeitersparnis 15 Stunden/Woche |
Keywords Für ATS
Bevor ich Ihren Lebenslauf sehe, durchläuft er oft ein Applicant Tracking System.
Was ATS Macht
ATS scannt Ihren Lebenslauf nach Keywords — den Begriffen aus der Stellenausschreibung. Fehlen diese, werden Sie aussortiert. Automatisch 😊
Die Keyword-Regel
Nutzen Sie exakt die Begriffe aus der Stellenausschreibung.
- Stellenausschreibung:* „Projektmanagement, Scrum, Stakeholder-Kommunikation"
- Ihr Lebenslauf:* Diese drei Begriffe müssen erscheinen — nicht Synonyme.
- Nicht:* „Projektkoordination" oder „Agiles Arbeiten"
- Sondern:* „Projektmanagement", „Scrum", „Stakeholder-Kommunikation"
ATS sucht nach exakten Übereinstimmungen. Ein Synonym ist für ATS ein anderes Wort 🚀
Wo Keywords Platzieren
- Kurzprofil:* Die 3-5 wichtigsten Keywords
- Berufserfahrung:* Keywords im Kontext mit Ergebnissen
- Fähigkeiten-Sektion:* Alle relevanten Keywords als Liste
Für Details lesen Sie unseren Leitfaden zum Lebenslauf anpassen.
Keywords Nach Branche
Unterschiedliche Branchen haben unterschiedliche Schlüsselwörter.
IT Und Tech
- Gefragt:* Cloud-Computing, Cybersicherheit, KI-Integration, Scrum, DevOps, CI/CD, Microservices, API, Python, Java, AWS, Azure
- Vorsicht:* Nur nennen, was Sie wirklich können. Im technischen Gespräch werde ich nachfragen 💡
Marketing Und Vertrieb
- Gefragt:* Customer Journey, Conversion Rate, SEO/SEA, Content Strategy, Lead-Generierung, CRM, Salesforce, HubSpot, ROI, KPI
- Zeigen:* Ergebnisse mit Zahlen. „Conversion Rate von 2% auf 4% gesteigert" sagt mehr als „erfolgreiches Marketing".
Finanzen Und Controlling
- Gefragt:* HGB, IFRS, Monatsabschluss, Jahresabschluss, Budgetierung, Forecasting, SAP FI/CO, Power BI, Kostenrechnung, Liquiditätsplanung
- Wichtig:* Präzision zählt. „SAP FI/CO" ist spezifischer als „SAP" 😊
Projektmanagement
- Gefragt:* Scrum, Kanban, Agile, Wasserfall, Jira, Confluence, MS Project, Meilensteinplanung, Risikoanalyse, Stakeholder-Management
- Zeigen:* Projektgröße, Budget, Teamgröße, Ergebnisse.
Personal Und HR
- Gefragt:* Recruiting, Active Sourcing, Employer Branding, Talent Acquisition, Onboarding, Retention, People Analytics, Arbeitsrecht, Personalentwicklung
- Beachten:* HR-Begriffe ändern sich schnell. Nutzen Sie aktuelle Terminologie.
Die 3-Wörter-Übung
Eine Übung, die ich Bewerbern empfehle.
Die Frage
Welche drei Wörter beschreiben Sie am besten — beruflich?
Nicht generische Adjektive. Sondern spezifische Begriffe, die Ihre Stärke zeigen 🚀
So Finden Sie Ihre Drei Wörter
- Schritt 1:* Listen Sie Ihre letzten 5 beruflichen Erfolge auf.
- Schritt 2:* Was war der gemeinsame Nenner? Führung? Analyse? Kreativität? Kommunikation?
- Schritt 3:* Formulieren Sie spezifisch. Nicht „kommunikativ", sondern „Verhandlungsführer".
Beispiele Nach Profil
| Profil | Wort 1 | Wort 2 | Wort 3 ||--------|--------|--------|--------|| Vertrieb | Umsatzstark | Kundenorientiert | Abschlusssicher || IT | Full-Stack | Lösungsorientiert | Architekturdenker || Projektleitung | Termingerecht | Budgetsicher | Teamführung || Marketing | Datengetrieben | Markenexperte | Conversion-fokussiert |
Wo Diese Wörter Nutzen
Im Kurzprofil am Anfang des Lebenslaufs:
„Senior Projektmanager mit 8 Jahren Erfahrung in agiler Softwareentwicklung. Stärken: Termingerechte Lieferung, Stakeholder-Management, technisches Verständnis." 💡
Die 7-Sekunden-Regel
Sie haben 6-7 Sekunden für den ersten Eindruck.
Was Das Bedeutet
In 7 Sekunden lese ich nicht. Ich scanne. Mein Auge springt zu:
- Aktueller Jobtitel
- Aktueller Arbeitgeber
- Relevante Keywords
- Zeiträume
Wenn ich in diesen 7 Sekunden nichts Relevantes finde, lege ich den Lebenslauf weg 😊
Konsequenzen Für Ihre Wörter
- Oben platzieren:* Die wichtigsten Keywords müssen sofort sichtbar sein.
- Fett hervorheben:* Jobtitel, Arbeitgeber, Schlüssel-Ergebnisse.
- Keine Fließtexte:* Bullet Points, die mit Aktionsverben beginnen.
Der Scan-Test
Legen Sie Ihren Lebenslauf vor sich. Schauen Sie 7 Sekunden drauf. Dann weg.
Was haben Sie gesehen? Wenn die Antwort „nichts Konkretes" ist, müssen Sie umstrukturieren 🚀
Für Details lesen Sie unseren Leitfaden zu den besten Lebenslauf-Formaten.
Typische Wort-Fehler
Diese Fehler sehe ich ständig.
Fehler 1: Nur Floskeln
„Teamfähig, motiviert, belastbar" — und nichts, das es beweist.
- Lösung:* Jede Eigenschaft durch ein Beispiel belegen. Oder streichen.
Fehler 2: Passive Formulierungen
„War zuständig für die Kundenbetreuung."
- Lösung:* Aktiv formulieren: „Betreute 50 Bestandskunden, Kundenzufriedenheit 95%." 💡
Fehler 3: Falsche Keywords
Synonyme statt der exakten Begriffe aus der Stellenausschreibung.
- Lösung:* Copy-Paste aus der Anzeige (sinnvoll eingebaut).
Fehler 4: Aufzählung Ohne Ergebnis
„Leitete Projekte" — welche? Wie groß? Mit welchem Ergebnis?
- Lösung:* Immer Kontext und Ergebnis liefern.
Fehler 5: Übertreibung
„Experte" in allem. „Führend" bei jedem Projekt.
- Lösung:* Ehrlich bleiben. Im Gespräch frage ich nach 😊
Fehler 6: Veraltete Begriffe
„EDV-Kenntnisse", „Textverarbeitung", „Windows XP".
- Lösung:* Aktuelle Terminologie nutzen. „Microsoft Office 365", „Cloud-basiert".
Checkliste Für Lebenslauf-Wörter
- □ Keine unbelegten Floskeln (teamfähig, motiviert, belastbar)?
- □ Aktionsverben statt Passiv-Konstruktionen?
- □ Keywords aus der Stellenausschreibung übernommen?
- □ Ergebnisse mit Zahlen belegt?
- □ Die 3-5 wichtigsten Keywords im Kurzprofil?
- □ Branchenspezifische Terminologie verwendet?
- □ Keine veralteten Begriffe?
- □ Ehrliche Selbsteinschätzung (keine Übertreibung)? 🚀
Für eine vollständige Prüfung nutzen Sie unsere Lebenslauf-Checkliste.
Was Sie Sich Merken Sollten
Die richtigen Wörter im Lebenslauf sind keine Magie — sie sind Präzision. Zeigen statt behaupten. Konkret statt generisch. Ergebnisse statt Eigenschaften.
- Das Wichtigste:*
- Floskeln streichen — „Teamfähig" ohne Beweis ist wertlos
- Aktionsverben nutzen — „Leitete", „Steigerte", „Entwickelte"
- Ergebnisse zeigen — Mit Zahlen, wenn möglich
- Keywords übernehmen — Exakt aus der Stellenausschreibung
- Branche beachten — Jede Branche hat ihre Terminologie
- Ehrlich bleiben — Im Gespräch frage ich nach 💡
Die Bewerber, die Einladungen bekommen, haben nicht unbedingt den größten Wortschatz. Sie wählen die richtigen Wörter — und belegen sie.
CVTOWORK hilft Ihnen, einen professionellen Lebenslauf zu erstellen — mit der Struktur, die Power-Wörter zur Geltung bringt und ATS-optimiert ist 😊
Jetzt öffnen Sie Ihren Lebenslauf. Stehen dort Floskeln oder Power-Wörter? Sind die Keywords aus der Stellenausschreibung enthalten? Die Antworten zeigen, ob Ihre Wörter überzeugen.
